Mobile in der Mitarbeiterkommunikation auf dem Vormarsch

Fast die Hälfte der deutschsprachigen Wohnbevölkerung ab 14 Jahren nutzt das mobile Internet. Neben dem klassischen Telefonieren sind weiterhin vor allem Suchmaschinen gefragt. Auch das Wetter, Telefonieren und private E-Mails zählen zu den häufigsten Anwendungen auf den mobilen Endgeräten, gefolgt von sozialen Netzwerken und SMS. Da liegt es nahe, Mobile auch in der Mitarbeiterkommunikation stärker einzusetzen. (Quelle: AGOF Mobile Facts 2015 I)

Drei Fragen dazu an Frank Wolf, Geschäftsführer von eyo.

CBD.Corporate: Ist das klassische Intranet eine Sackgasse, wenn es um die Mitarbeiterkommunikation geht?

Frank Wolf: Die Situation ist schon verfahren: Moderne Intranets sollen immer mehr Bedürfnisse abdecken. Es geht nicht mehr nur um Kommunikation wie z. B. Unternehmensnachrichten oder Informationen wie Vorlagen oder Telefonbuch. Das Intranet soll als Social Intranet auch die Zusammenarbeit unterstützen und virtuelle Team- oder Projekträume anbieten. Damit werden Intranets immer komplexer und die gespeicherten Inhalte immer sensibler, was die Datensicherheit betrifft. Das ist die eine Seite. Auf der anderen Seite haben wir nach wie vor viele Mitarbeiter in Produktion, Service oder Außendienst, die bislang überhaupt keinen Zugriff auf das Intranet haben. Die wird man mit digitaler Kommunikation und Basisinformationen nur erreichen können, wenn man auch mobile und private Geräte mit berücksichtigt. Diese beiden völlig unterschiedlichen Anforderungen zerreißen das Intranet. Die eine große Plattform für alle wird es deshalb zukünftig kaum noch geben können.

CBD.Corporate: Welche Vorteile bieten mobile Angebote?

Frank Wolf: Vordergründig natürlich die Chance, auch Mitarbeiter ohne festen Arbeitsplatz mit aktuellen Informationen zu versorgen. Eine Studie von Aon Hewitt aus dem letzten Jahr 2014 Trends in Global Employee Engagement (PDF) zeigt sehr schön, dass es gerade diese Mitarbeiter sind, für die Kommunikation der zweitwichtigste Faktor ihres Engagements am Arbeitsplatz ist. Wenn man sich dann noch vor Augen hält, dass viele dieser Mitarbeiter direkt am Kunden arbeiten und so wesentlich die Außenwahrnehmung des Unternehmens und der Marke bestimmen, dann wird klar, warum so viele unserer Kunden händeringend nach einer mobilen Lösung suchen.
Ein weiterer Aspekt sind auch neue Möglichkeiten durch Apps, wie z. B. Push-Nachrichten. Redakteure müssen so nicht ständig Inhalte produzieren, um den Kanal am Laufen zu halten, und wichtige interne News bekommen mehr Reichweite und Interaktion.

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CBD.Corporate: Welche neuen Trends gibt es?

Frank Wolf: Intranets werden mehr auf bestimmte Zielgruppen optimiert. Auf der einen Seite brauchen wir ein “Communication” Intranet, das einfach und für alle Mitarbeiter erreichbar und benutzbar ist. Daneben stehen dann Plattformen für Zusammenarbeit, strukturierte Informationen und Prozesse. Alles zusammen macht den digitalen Arbeitsplatz aus, der je nach Rolle und Aufgabenbereich sehr unterschiedlich aussehen kann. Also weniger die eine große Plattform, sondern verschiedene, sehr spezialisierte Anwendungen, die durch Startseite, Suche oder Navigation miteinander in Verbindung stehen.


Frank Wolf, Gründer und Geschäftsführer von eyo, blickt auf eine umfangreiche Erfahrung mit Unternehmenssoftware und insbesondere Intranets zurück und war in führenden Positionen bei Accenture und T-Systems tätig.

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